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Warum 80 Prozent das sinnvollste Ladeziel sind

Grundlagen13.08.2026

An jedem Ladestopp rechnet der Planer mit einem Ladeziel von 80 Prozent statt mit einer vollen Batterie. Das klingt nach verschenkter Reichweite, verkürzt auf langen Strecken aber die Gesamtfahrzeit. Der Grund liegt in der Ladekurve.

Die Ladekurve

Eine Batterie nimmt Strom nicht gleichmäßig auf. Bis etwa 80 Prozent lädt sie nahe an der möglichen Höchstleistung; danach drosselt das Fahrzeug deutlich, um die Zellen zu schonen. Der Sprung von 80 auf 100 Prozent kann deshalb ähnlich lange dauern wie die gesamte Ladung davor.

Zwei kurze Stopps statt eines langen

Wer zweimal auf 80 Prozent lädt, ist auf der Langstrecke in der Regel früher am Ziel als jemand, der einmal voll lädt und später doch noch einmal halten muss. Maßgeblich ist die Summe aus Fahr- und Ladezeit, nicht der Ladestand beim Losfahren. Ein kurzer Halt im steilen Teil der Kurve bringt mehr Kilometer je Minute als ein langer im flachen Teil.

Wann sich Vollladen lohnt

Auf der letzten Etappe vor dem Ziel, vor einer Strecke ohne verlässliche Lademöglichkeit oder über Nacht, wenn die Zeit ohnehin keine Rolle spielt, spricht nichts gegen 100 Prozent. Im Fahrzeugprofil lässt sich der Wert deshalb frei zwischen 50 und 100 Prozent einstellen; die Planung rechnet mit dem eingestellten Ziel.

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